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„Kakadu“-Sendung nicht mehr täglich

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Maren

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„Kakadu“-Sendung nicht mehr täglich

Beitrag25. Juni 2018, 21:33

„Kakadu“-Sendung nicht mehr täglich

Die Sendungen am Nachmittag von Montag bis Freitag sollen jedenfalls gestrichen werden.

Es gehe darum, das Format „weiterzuentwickeln“. Das Medienverhalten der Zielgruppe, Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren, habe sich massiv verändert habe, Inhalte werden mehr und mehr nicht-linear abgerufen. „Hinzu kommt die Entwicklung zur Ganztagsschule, die Wahrscheinlichkeit, dass Kinder oder Eltern werktags pünktlich um 15 Uhr das Radio einschalten, wird nicht eben größer.“

Sonntagfrüh (um 7 Uhr 30) werde der „Kakadu“ vor diesem Hintergrund weiter senden, wie gewohnt auf zwei Sendeplätzen: "Kakadu" für Frühaufsteher und Hörspiel.

In der Woche werde zum einen die Sendung „Tonart“ ausgebaut. Zum anderen werde, zusammen mit der „Kakadu“-Redaktion, geprüft, ob der bis Ende 2018 werktägliche „Kakadu“ durch einen Kinder- beziehungsweise Familienpodcast ersetzt werden kann, „der näher am Mediennutzungsverhalten der Zielgruppe ist“. Die genannten Änderungen sind für Januar 2019 geplant.

https://www.tagesspiegel.de/medien/deut ... 25178.html

Hinweis: Mit dem Argument, dass Inhalte mehr und mehr nicht-lnerar abgerufen werden, könnte man derzeit viele der öffentlich-rechtlichen Angebote über Radio bzw. TV einstellen.

Hör- und Sehgewohnheiten werden in Kindheit und Jugend geprägt. Während es seit den 80er Jahren Hörfunkprogramme für Jugendliche gibt, während es seit 1997 den Kinderkanal gibt, existiert bis heute kein bundesweites öffentlich-rechtliches Kinderradioangebot. Von den über 9 Mrd. Euro, über die ARD, ZDF und Deutschlandradio verfügen, fließen nicht einmal 100 Mio. Euro in originäre Kinderprogramme.

Fest steht zudem: für lineare Inhalte steht bisher wesentlich mehr Geld zur Verfügung als für nichtlineare. Fraglich ist, ob man somit qualitativ vergleichbare nichtlineare Angebote anbieten wird. Die Reichweite linearer Inhalte ist zumeist wesentlich größer als die nicht-linear verbreiteter. Die nicht-lineare Reichweite steigt zudem oftmals stark an, wenn sie von einer linearen Ausstrahlung in Hörfunk bzw. TV begleitet wird.

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