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Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

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Maren

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ARD und ZDF produzieren mehr als 270 journalistische Formate in sozialen Netzwerken

Beitrag8. Juni 2022, 16:54

ARD und ZDF: Orientierung an algorithmischen Funktionsweisen der Netzwerke –gefährdet potentiell die Qualität Arbeit und stellt ihre Unabhängigkeit in Frage.

ARD und ZDF produzieren mehr als 270 journalistische Formate in sozialen Netzwerken

- Deutliche Orientierung an den Konventionen der Plattformen erkennbar
- Formatentwicklung, Darstellungsweisen und Inhalte werden von Plattformlogik beeinflusst
- Abhängigkeit von algorithmischen Funktionen gegeben, starkes Machtgefälle zwischen Konzernen und Sendern Ausbau nicht-kommerzieller Plattformen und strenge Regulierung ‚privater‘ Algorithmen zum Erhalt von Qualität und Unabhängigkeit notwendig

Soziale Netzwerke sind für die öffentlich-rechtlichen Medien in Deutschland unverzichtbar, um alle Teile der Bevölkerung journalistisch zu erreichen und mit Informationen zu versorgen. Das gibt der gesellschaftliche Auftrag den Sendern vor. Im Bestreben, auf den privaten Plattformen hohe Reichweiten journalistischer Angebote zu erzielen, orientieren sich ARD und ZDF deutlich an den algorithmischen Funktionsweisen der Netzwerke – und gefährden dadurch potentiell die Qualität ihrer Arbeit und stellen ihre Unabhängigkeit in Frage.

Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie der Otto Brenner Stiftung über „Journalismus in sozialen Netzwerken“, die heute veröffentlicht wird. Der Journalist und Medienwissenschaftler Henning Eichler, selbst für einen öffentlich-rechtlichen Sender tätig, hat dafür alle Formate von ARD und ZDF erfasst, die für die privaten Plattformen optimierten Journalismus produzieren. Zusätzlich führte Eichler Interviews mit 18 Personen aus den verantwortlichen Redaktionen und dem Management der Sender zur Frage, ob sich „ARD und ZDF im Bann der Algorithmen“ – so der Untertitel der Arbeit – befinden.

„Die Ergebnisse zeigen, dass das Dilemma der befragten Journalist:innen, tagtäglich zwischen Plattform-Logik und journalistischen Qualitätsansprüchen abwägen zu müssen, sehr präsent ist“, so Henning Eichler. Die meisten Befragten hätten eine hohe Identifikation mit den Qualitätsansprüchen der öffentlich-rechtlichen Sender und sähen durchaus die Gefahr, diese für Reichweiten und Klicks zu vernachlässigen.

https://www.otto-brenner-stiftung.de/
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Maren

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Re: Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

Beitrag14. November 2022, 21:48

Zensur und Unterdrückung von Covid-19 Heterodoxie: Taktik und Gegentaktik.

In der Studie wird aufgezeigt, dass Personen und deren abweichende Meinungen zu Covid-19 zensiert und dem Ansehen dieser Personen absichtlich geschadet wurde. Mittels bestimmter Unterdrückungstaktiken wurden der Ruf und die Karriere geschädigt – und dies unabhängig des akademischen oder medizinischen Status und dem gesellschaftlichen Ansehen der Personen. Taktiken und Gegentaktiken werden in dieser Studie anschaulich beschrieben.


Quelle https://www.tichyseinblick.de/gastbeitr ... er-zensur/

https://link.springer.com/article/10.10 ... 22-09479-4
https://www.deepl.com/translator
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Maren

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Re: Studien - Gutachten - wiss. Arbeiten

Beitrag16. Dezember 2022, 12:41

Es konnten für jeden Beitrag folglich auch zwei oder alle drei Gennannten als Verursacher codiert werden. Dennoch wurde in nahezu allen Beiträgen (93%) Russland bzw. Präsident Putin die alleinige Verantwortung für den Krieg zugeschrieben. „Der Westen“ wurde in nur 4% als (mit-)verantwortlich bezeichnet, die Ukraine noch seltener (2%).


Das die Berichterstattung des Mainstream erhebliche Defizite aufweist, was Entstehung, Entwicklung und Ursachen geopolitischer Konflikte anbelangt, ist schon länger bekannt - auch die Freund-Feind-Schemen, die im wesentlichen die entsprechenden Einordnungen bestimmen. Die neue Studie der Otto-Brenner-Stiftung belegt das eindrucksvoll.

Die Qualität der Medienberichterstattung über den Ukraine-Krieg

Forscher der Uni Mainz analysieren auf breiter Datenbasis die Medienberichterstattung über den Krieg und legen differenzierte Ergebnisse vor. Das Papier untersucht die Berichterstattung über den Ukraine-Krieg zwischen dem 24. Februar und dem 31. Mai 2022 mithilfe einer quantitativen Inhaltsanalyse von rund 4.300 Beiträgen in acht deutschen Leitmedien: FAZ, Süddeutsche Zeitung, Bild, Spiegel, Zeit, ARD Tagesschau (20 Uhr), ZDF Heute (19 Uhr) und RTL Aktuell (18:45).

https://www.otto-brenner-stiftung.de/fi ... ericht.pdf
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