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Kommentare - Sag mir, wo die Semiten sind....

Verfasst: 16. Juni 2025, 10:01
von Maren
So wie es „Antifaschisten“ gibt, die alle Deutschen als Nazis abtun, weil der Nazismus ja eine deutsche Erfindung war, gibt's bekanntlich auch den gestandenen Antisemiten, der alles Jüdische hasst, schlicht „weil es jüdisch ist“; ihm käme es z.B. nie in den Sinn, Zionisten oder Israel zu kritisieren, weil sie bestimmte Positionen vertreten oder Forderungen stellen, die, je nach Standpunkt, durchaus kritisierbar sind – nein: dass die „jüdisch“ sind, reicht ihm.
Heute nun, im Zuge westlich alimentierter Massenmorde und Angriffskriege im Nahen und Mittleren Osten, grassiert bei uns der gestandene Anti-Antisemismus, der – nach dem Muster des gestandenen Antisemiten, nur mit umgekehrtem Vorzeichen – alles „Jüdische“ für sakrosankt und bedingungslos schützens- & unterstützenswert erklärt und Differenzierungen zwischen Begriffen
wie „Zionismus“, „Israel“, „Judentum“ etc. am liebsten verbieten würde (selbstverständlich auch, um unsere Demokratien zu schützen...); einzig Juden, die z.B. die israelische Regierung, also etwas
Jüdisches kritisieren, sind als Deserteure zu betrachten – leider hat jede Armee ihre Fahnenflüchtigen: Feiglinge, die sich zu viel eigene Gedanken machen und nicht den Mut haben, ihrem Fähnchen zu folgen, wie es gerade im Wind flattert. Vom Antisemitismus also zum Anti-Antisemitismus – und diese Zeilen sind ja nun wohl anti-anti-antisemitisch...

Gibt's eigentlich irgendwo einen „Semitismus“, mit dem all dieses Elend angefangen hat?

Benjamin Kradolfer

Kommentare - Ein paar geostrategische Quiz-Fragen

Verfasst: 31. Juli 2025, 11:11
von Maren
Ein paar geostrategische Quiz-Fragen

von Benjamin Kradolfer
  • Wenn Putin, wie uns allenthalben versichert wird, in seinen imperialen Gelüsten die UdSSR wiederherstellen und sich sogar ganz Europa einverleiben will, warum hat er dann ausgerechnet in der Ukraine damit begonnen, wo er es da doch fast zwingend mit der Nato, dem „erfolgreichsten Militärbündnis aller Zeiten“, zu tun bekommen musste?
  • Weshalb hat er sich nicht schon längst Aserbaidschan, Kasachstan, Usbekistan, Kirgisistan, Tadschikistan oder Turkmenistan geschnappt, wo er dort doch vergleichsweise freie Hand hätte?
  • Und warum kommt von all den Imperialismus-Experten in unseren Regierungen und Redaktionsstuben keiner auf die Idee, in den post-sowjetischen Republiken jenseits des Kaukasus nachzufragen, wie es ihnen ergeht angesichts der Putin'schen Übergriffigkeit?
  • Müsste man sich dort, ohne Militärbündnis wie die Nato im Rücken, von seinen imperialen Ambitionen nicht noch viel bedrohter fühlen als wir hier in Europa?
  • Müssten wir von dort nicht noch viel alarmistischere, teuflischere Szenarien zu hören bekommen als diejenigen, die man uns hier an die Wand malt? Und von viel ungeheuerlicheren Aufrüstungs-Diktaten als denen, die uns die Nato-Oberen jetzt verpasst haben?
  • Warum ist man mit diesen Völkern nicht solidarisch und bietet ihnen z.B. die Mitgliedschaft in der Nato an?
  • Hat Putin also auf dem Weg zu seinem Grossreich schlicht die leichten Schritte verschwitzt und sich gleich auf den allerschwersten gestürzt?
Ungeheuer böse zwar, strategisch aber gottlob ein Volltrottel?

Kommentare - Hiroshima: Abgesang und Auftakt

Verfasst: 7. August 2025, 17:48
von Maren
Kommentar von Benjamin Kradolfer

Vor genau 80 Jahren begann mit dem Atombomben-Abwurf über Hiroshima der Dritte Weltkrieg. Den Völkern der Welt wurde das Grauen als das Ende aller Kriege angepriesen. Das atomare Wettrüsten, das darauf zwingend folgen musste, bescherte uns den sog. Kalten Krieg mit seinen heissen Stellvertreter-Kriegen, aber auch ernsthafte Entspannungs-Bemühungen zwischen den Blöcken (Beispiel OSZE) und allseitige Abrüstung, welche letztlich zum Fall der Berliner Mauer und zur friedlichen Vereinigung der beiden D'länder führten. Wieder voll und ganz der Logik des Krieges folgte hierauf prompt die Aufsplitterung und massenhafte Dezimierung von friedlichen, multi-ethnisch verfassten Bevölkerungen in nationalistische oder gescheiterte Staaten wie im Balkan oder in Arabien, freilich immer in (Euphemismus!) „konventionellen“ Grenzen des Tötens...
Und heute? Entspannung-Politik, vormals betrieben von Politikern wie Brandt, Palme, Kreisky oder Gorbatschow und von überragenden, friedlichen Erfolgen gekrönt, wird von den Mächtigen a priori verteufelt und verhöhnt: 80 Jahre nach Hiroshima reden uns Politik, Militär & Medien wieder ein, der Krieg sei nur das Mittel zur Überwindung des Bösen und nicht selbst das Böse an sich. Dabei war Hiroshima von allem, was man uns heute als einzig möglichen Weg zum Frieden anpreist, nur ein bescheidener Anfang: Little Boy, wie die Bombe damals liebevoll getauft worden war, wäre in den heutigen Atomwaffen-Arsenalen nur eine der schwächsten Kategorie.

Kommentare - Die tödlichste Droge der Welt

Verfasst: 2. Dezember 2025, 15:46
von Maren
Wollte Trump das Drogenproblem tatsächlich angehen, dann müsste er nicht in Venezuela, sondern im eigenen Land aufräumen. Zufällig sind nämlich die USA selbst a) der mit Abstand grösste
Absatzmarkt der Welt, und b) für die horrenden Profite aus dem Dreckgeschäft die weltweit grösste Waschanlage – alles in allem ein wahrer Segen für Trumps Steckenpferd: die US-Handelsbilanz,
inkl. dazugehörige Kriminalität und Verwahrlosung beträchtlicher Teile der US-Bevölkerung...
Hingegen dokumentieren die jährlichen UN-Berichte zur Drogen-Situation auf dem amerikanischen Kontinent mit schöner Regelmässigkeit, welche zwei Länder keinerlei Probleme mit Drogen bzw. einer Drogen-Mafia haben: Kuba und Venezuela. Dass sich das für deren Handelsbilanzen katastrophal auswirkt, dafür sorgt Washington seit Jahrzehnten nach Kräften: mit seinen völkerrechtswidrigen Sanktionen, die die Bevölkerungen strangulieren. Nun sitzen aber die Venezolaner noch dazu auf einem Schatz, der ihr Land geradezu prädestiniert für einen US- Raubzug: riesige Öl-Reserven!
Genau hier steckt das eigentliche Drogen-Problem: Auf diesen Schatz sind sie scharf, die soziopathischen $-Narcos in Washington, Silicon Valley und an der WallStreet! Also Krieg! „gegen die Narcos“, wie damals – erinnern Sie sich noch an Irak 2003? – „gegen Saddams Massenvernichtungswaffen“! –

Wer die Lügen-Parolen glaubt und die Tatsachen beschweigt, der ist voll und ganz auf Trumps Trip und total verladen! Und die Venezolaner bezahlen mit ihrem Blut...

Kommentare - Die Welt im A....

Verfasst: 6. Januar 2026, 12:50
von Maren
Kommentar von Benjamin Kradolffer

Wenn der Herr des Oval Office zu Washington D.C. sich dort selbst mit den Reichsten der reichsten Demokratie der Welt über die Schweizer Zolllast berät, statt mit ihrer verfassungsmässigen Regierung; und wenn derselbige Herr gleichzeitig massenmord-geübte Terroristen, eben noch wanted für 10 Mio $ Kopfgeld, zu syrischen Rechtsstaats-Präsidenten befördert und sich die Überlebenden des jüngsten Völkermords im Heiligen Land auf ewig als blosse Verfügungs- oder Vernichtungsmasse hält, ganz nach Seiner Hoheit Belieben – was braucht es da noch, um Donald den Grössten ein für alle Mal nicht nur als König der United States of Palantir, sondern als legitimen Kaiser des ganzen Planeten zu loben und zu preisen?! In Seinem Ehrenwertesten, dessen Fassungsvermögen für uns Untertanen ebenso unermesslich ist wie dasjenige für seine grosskotzigen Sprüche am andern, oberen Ende seines Verdauungstrakts, richten wir uns nunmehr alle, alle behaglich ein: die Aller-Ärmsten und -Elendesten dieser Welt ebenso wie ihre Aller-Reichsten und -Privilegiertesten. Wie könnte in einer derart kommoden Welt-Lage das endgültige Himmelreich auf Erden noch lange auf sich warten lassen! Nur noch eben die üblichen Verdächtigen: Venezuela, Russland, China, Iran, Nordkorea, mit den üblichen Bestechungs-, Erpressungs- & Gewalt-Mitteln in die üblichen Schranken gewiesen, und schon braucht die Welt nie mehr einen Friedens-Nobelpreis, weil nirgends mehr etwas anderes herrscht als Sein Ewiger Friede.